Verträge

OnlyFans-Agenturvertrag: Das prüfst du, bevor du unterschreibst

Bevor du einen Vertrag mit einer OnlyFans-Agentur unterschreibst, sorg dafür, dass fünf Dinge klar schriftlich drinstehen: wie viel die Agentur bekommt und worauf der Prozentsatz berechnet wird, was genau sie macht, welchen Zugriff sie auf deinen Account bekommt, was mit deinem Content passiert und wie du wieder rauskommst. Steht etwas davon nur in einer Sprachnachricht oder DM, ist es nicht wirklich vereinbart.

Sieh das als die Checkliste einer großen Schwester, die wir jeder Creatorin wünschen. Rechtsberatung ist das nicht; bei ernsten Fragen sollte eine Anwältin oder ein Anwalt deinen Vertrag prüfen.

Aktualisiert , 4 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Geld, Leistungen, Zugriff, Content und Ausstieg: Alle fünf gehören schriftlich in den Vertrag.
  • „Netto“ bedeutet nichts, solange nicht drinsteht, netto wovon.
  • Stimm nie zu, dein Passwort, 2FA-Codes oder Auszahlungsdaten herauszugeben.
  • Lange Bindung, Ausstiegsgebühren und unbegrenzte Rechte an deinem Content sind Gründe, innezuhalten.

Der Geld-Teil

Lass dir den kompletten Vertrag geben und lies die Vergütungsklausel in Ruhe. Sie sollte beantworten:

  • Wie hoch ist der Prozentsatz?
  • Wird er vor oder nach der OnlyFans-Gebühr von 20 % berechnet?
  • Gilt er für alle Einnahmen oder nur fürs Wachstum?
  • Gibt es Vorab-, Einrichtungs- oder Zusatzkosten?
  • Wie und wann wird abgerechnet, und in welcher Währung?

Schnelltest: Fans zahlen 5.000 $. Nach der OnlyFans-Gebühr bleiben 4.000 $. Ein Anteil von 30 % (Beispielsatz) davon sind 1.200 $, 30 % von den vollen 5.000 $ wären 1.500 $. Steht im Vertrag nur „30 % netto“, frag, was „netto“ heißt, und lass die Antwort hineinschreiben. Mehr Beispiele findest du in unserem Artikel zur Provision von OnlyFans-Agenturen.

Der Leistungs-Teil

Ein Anteil nur für den Chat ist ein völlig anderer Deal als ein Anteil für Chat, Content-Planung, Social Media und Schutz. Im Vertrag oder in einer Anlage sollte stehen, welche Aufgaben die Agentur übernimmt, auf welchen Plattformen, wer deine Ansprechperson ist und was von dir erwartet wird: wie viel Content, welche Freigaben, bis wann. Vage Versprechen wie „volle Wachstumsbetreuung“ reichen nicht.

Dein Account und dein Geld

Hier gibt es für uns nichts zu verhandeln. Ein fairer Vertrag sagt, dass

  • Login, 2FA, Wiederherstellungsdaten und Auszahlungen bei dir bleiben,
  • das Team über delegierten Zugriff arbeitet, wo die Plattform das unterstützt,
  • der Zugriff auf das beschränkt ist, was die vereinbarten Aufgaben brauchen,
  • du den Zugriff entziehen kannst und er beim Ende entfernt wird.

Sagt eine Agentur, sie brauche mehr als das, frag schriftlich nach dem Grund.

Faire Klausel oder Warnsignal?

Dasselbe Thema kann fair oder riskant formuliert sein. Leg deinen Entwurf neben diese Tabelle:

KlauselKlingt fairVorsicht
VergütungFester Prozentsatz, klare Grundlage und ein Rechenbeispiel„Netto“ ohne Definition oder ein Anteil, den die Agentur allein ändern kann
ZugriffDelegierter Zugriff für festgelegte AufgabenForderung nach Passwort, 2FA-Codes oder neuen Auszahlungsdaten
ContentNur für die vereinbarte Arbeit genutzt, mit klaren Regeln für die Zeit danachUnbegrenzte oder übertragbare Rechte an deinem Content, für immer
ExklusivitätGenannte Plattformen und ein klarer ZeitraumPauschales Verbot aller anderen Plattformen oder Jobs, sogar nach dem Ende
Laufzeit und KündigungKlare Kündigungsfrist und wie du kündigstAutomatische lange Verlängerungen oder praktisch unmögliche Kündigung
AusstiegSchlussabrechnung und Entfernung des Zugriffs beschriebenVertragsstrafen oder Ablösesummen fürs Gehen
FirmenangabenVollständiger Firmenname, Adresse und erreichbarer KontaktKeine Adresse oder Druck, vor dem Lesen zu unterschreiben

Etwas aus der rechten Spalte entdeckt? Unsere Liste mit Warnsignalen bei OnlyFans-Agenturen hilft dir bei der Entscheidung, wie es weitergeht.

Gut rauskommen

Du hoffst, dass du sie nie brauchst, aber die Ausstiegsklausel zählt genau dann, wenn es nicht läuft. Prüf: Gibt es eine Mindestlaufzeit? Verlängert sich der Vertrag automatisch? Wie lang ist die Kündigungsfrist, und wie kündigst du (E-Mail, Brief, an wen)? Was passiert danach mit Schlussabrechnung, offenen Aufgaben, deinem Content und dem Team-Zugriff?

Unsere kostenlose Checkliste für die Agentur-Übergabe hilft dir, einen sauberen Abschluss zu planen, egal ob du eine Agentur verlässt oder zu einer neuen wechselst.

So läuft es bei Ventures

  • Unser Anteil liegt bei 25–50 % vom Umsatz nach der Plattformgebühr, auch auf das, was du schon verdienst. Keine Vorab- oder Zusatzkosten.
  • Dein Satz und unsere Leistungen werden vor dem Start schriftlich vereinbart.
  • Login, 2FA, Wiederherstellungsdaten und Auszahlungen bleiben bei dir; wir nutzen delegierten Zugriff, wo die Plattform das unterstützt.
  • Du gibst Content und Grenzen frei und kannst den Zugriff jederzeit entziehen.
  • Du kannst monatlich kündigen oder sofort, wenn wir uns beide einig sind.

Schon unterschrieben? Das kannst du jetzt tun

Lies zuerst die Klauseln zu Laufzeit, Kündigung, Content und Zugriff und notier dir Fristen. Willst du raus, kündige genau so, wie es im Vertrag steht, und heb einen Nachweis auf. Ist die Zusammenarbeit beendet, entfern den Team-Zugriff, prüf aktive Sitzungen und ändere dein Passwort, falls es jemals jemand hatte. Wirkt eine Klausel wirklich unfair, etwa eine sehr lange Bindung oder eine hohe Strafe, sprich mit einer Anwältin oder einem Anwalt, bevor du handelst. Rechtlichen Rat zu holen ist keine Überreaktion, sondern gehört dazu, wenn du dein Business ernst nimmst.

Häufige Fragen

Kann ich einen OnlyFans-Agenturvertrag monatlich kündigen?

Das hängt vom Vertrag ab. Manche Agenturen haben Mindestlaufzeiten, andere monatliche Kündigung. Bei uns kannst du monatlich kündigen oder sofort, wenn wir uns beide einig sind.

Sollte eine Agentur jemals mein OnlyFans-Passwort haben?

Wir finden: nein. Frag, wofür ein Zugriff gebraucht wird, und gib nur, was zu den vereinbarten Aufgaben passt. Bei uns bleiben Login, 2FA und Auszahlungen bei dir, und wir arbeiten mit delegiertem Zugriff, wo die Plattform das unterstützt.

Wem gehört mein Content nach Vertragsende?

Das regelt die Rechteklausel in deinem Vertrag, lies sie also genau. Sie sollte festlegen, wofür die Agentur deinen Content nutzen darf und was nach dem Ende passiert. Räumt sie unbegrenzte Rechte für immer ein, bitte um Änderungen oder hol dir rechtlichen Rat.

Gibt es eine Standardvorlage für OnlyFans-Managementverträge?

Nein, jede Agentur nutzt ihre eigenen. Nimm die Checkliste oben, um den Vertrag zu prüfen, den du bekommst, und lass alles mit Exklusivität, Content-Rechten oder langer Bindung von einer Anwältin oder einem Anwalt ansehen.

Du willst eine Agentur, die alles schriftlich festhält, bevor es losgeht? Bewirb dich bei Ventures Agency und frag uns alles zu unserer Vereinbarung. Wir antworten innerhalb von 12 Stunden.